Penderecki pur

Die Konzerte mit Werken des polnischen Komponisten und Dirigenten Krzysztof Penderecki versprechen mit ihren zwei Schweizer Erstaufführungen zum besonderen Konzerterlebnis zu werden. Mit dabei ist der Bariton Thomas E. Bauer, den Pendrecki sehr zufällig kennen lernte. Bauer sprang kurzfristig als Ersatz für einen erkrankten Kollegen ein. Seit dem wird Bauer von Penderecki stets für die Baritonpartien in seinen Werken angefragt. 

Krzysztof Penderecki (Foto: zvg)

Mit eigenwillig darf man das Werk von Krzysztof Penderecki durchaus beschreiben. Will sagen, er tut, was ihm richtig erscheint und orientiert sich nicht an den gängigen Strömungen. Mit einer Uraufführungen erregte er 1960 an den Donaueschinger Musiktagen für Aufsehen. Er war gerade 27 Jahre alt. Später wandte er sich wieder der tonal-romantischen Tonsprache zu und eckte prompt damit an. Was löste den Ärger aus? Ein gewöhnlicher reiner Dreiklang!
Als neugieriger Mensch reist er gerne. Er und seine Frau seien schon lange faszininiert von China und reisten regelmässig ins Reich der Mitte. Von dort brachte er den Klang der chinesischen zweiseitigen Geige Erhu mit, die er in den Zwischenspielen seiner sechsten Sinfonie einbaut, auch wenn die Musik deswegen nicht chinesisch klingt.
Auf dem Programm stehen in diesem Konzert weiter zwei Instrumentalkonzerte: Das Violakonzert in der Fassung für Violoncello und Orchester und das Concertino für Trompete und Orchester.

veröffentlicht: 09.01.2020

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