Silvesterkonzert

Für gewöhnlich geht es an Silvester stracks ins Neue Jahr. Aber «für gewöhnlich» ist eine Kategorie, in der der holländische Alte-Musik-Dirigent Jan Willem de Vriend nie denkt – und auch nie gedacht hat: Nicht, als er mit 20 Jahren sein eigenes Barockorchester gründete, und ebenso wenig, wenn er noch heute Probe um Probe (um Probe um Probe...) an feinsten Details feilt, bis weit über die Noten hinaus sogar beinahe jede Schwingung sitzt. Kein Wunder dreht Jan Willem de Vriend diesmal selbst an Silvester die Uhr zurück – um ziemlich genau 270 Jahre – und zündet gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich Händels gleichnamigem Werk buchstäblich ein musikalisches «Feuerwerk». Aber auch für die obligate Silvester-Portion Wiener Schmäh ist gesorgt. Unter anderem mit der «Telephon-Polka» und dem «Ägyptischen Marsch» von Mitgliedern der Strauss-Familie.

Jan Willem de Vriend (Foto: Michiel van Nieuwkerk)
Christian Hartmann (Foto: tgz)

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